Nachbarschaftshilfe – Definition

Was ist der Unterschied zwischen Nachbarschaftshilfe und Schwarzarbeit?

Der Unterschied ist der „mehrwerte Vorteil“ im finanziellen Sinne.

Nachbarschaftshilfe ist:

Wenn man bei Freunden, Verwandten oder Bekannten sowie Menschen einer räumlichen Umgebung (Nachbarn) eine Hilfe leiste und kein finanzielles Interesse besteht.

Die Hilfe darf nicht regelmäßig sein. Das heisst, definierte Zeitabstände oder Zeiten.

Richtig: Einmalig einen Computer vom Freund des Bekannten reparieren.

Richtig: In unbestimmten Abständen für eine Oma in der Nachbarschaft die Einkäufe erledigen.

Falsch: Jeden Samstag beim Nachbarn den Rasen mähen.

Falsch: Jeden zweiten Freitag für Opa das Auto waschen.

Die Hilfe darf keinen finaniellen Vorteil haben. Weiterhin darf damit kein „Einkommen“ erzielt werden.

Richtig: Dem Nachbarn helfen den Computer wieder in Takt zu bekommen und dafür 20 Euro erhalten.

Richtig: Freunden beim Umzug helfen und 30 Euro bekommen.

Falsch: Mit Computer Reparaturen fast 1000,- Euro im Monat zusammen bekommen.

Falsch: Für 40 Euro die Wohnung der Nachbarin putzen.

Die Hilfe darf keine Dienstleistung sein.

Richtig: Nachbarin empfielt weiter einen „guten Jungen“ weiter, weil er so nett den Zaun gestrichen hat.

Falsch: Die Arbeit des Zaunanstreichers mittels Flyern anbieten.

Möchte man eine nachbarschaftliche Dienstleistung anbieten mit einem finanziellen Interesse, lohnt der Weg zum nächsten Ortsamt (Bürgerbüro). Für 20 – 30 Euro hat man eine nebenberufliche Tätigkeit eingetragen – nun hat man die Möglichkeit ganz legal regelmässig eine Dienstleistung anzubieten. Oft kommen im Monat nur geringe Beträge zusammen. Bis 410,- Euro im Jahr ist diese Dienstleistung auch „steuerfrei“.  Erst danach muss man dies dem Finanzamt mitteilen und fällt bis 17.500 Euro im Jahr in die „Kleinunternehmer“ Reglung. Wo man steuerlich vergünstigt ist. Weitere Tipps und Hinweise geben gern Steuerfachangestellte.